P R O T O K O L L Aufgenommen bei der am 04. Dezember 1994 im Gasthaus "Zur Goldenen Sonne" stattgefundenen Jahreshauptversammlung. Die Einberufung der Versammlung erfolgte vorschriftsmäßig. Sie wurde, lt. Satzung, im Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde veröffentlicht. Der Ladung folgten 36 Mitglieder. Stimmberechtigt waren 36 Mitglieder. Die Versammlung war beschlußfähig. Tagesordnung: 1. Eröffnung und Begrüßung 2. Verlesen der Tagesordnung 3. Verlesen und Genehmigen des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung vom 18. 12. 1993 4. Berichte a) 1. Vorsitzender d) Jugendvertreter b) Dirigent e) Kassenprüfer c) Kassier 5. Entlastung der Vorstandschaft 6. Neuaufnahmen / Austritte 7. Termine 1994 8. Wünsche und Anträge Punkt 1 Der erste Vorsitzende, Joachim Baron, begrüßte die anwesenden Mitglieder und dankte für ihr Erscheinen. Punkt 2 Joachim Baron gab die Tagesordnung bekannt. Punkt 3: Das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung wurde von Schriftführer, Bernward Baron, verlesen und entgegengenommen. Punkt 4a: Zunächst gab Joachim Baron einen Überblick über die stattgefundenen Veranstaltungen des Vereines. Im Dezember fand die vorweihnachtliche Feier statt. Die Wanderung mit den sodener Musikanten konnte dann am Anfang des neuen Jahres durchgeführt werden. Zum ersten Mal waren auch die Dornauer Musikanten eingeladen. Im Januar beschäftigten sich die aktiven Musiker vor allem mit der Probe für den Faschingsball. Dieser war dann im Februar ein großer Erfolg und wir glauben mit dem Motto einen richtigen Schritt getan zu haben. Die beiden Faschingsumzüge in Aschaffenburg und in Sulzbach wurden von der Kapelle mitgestaltet. Der März und April wurde vor allem für das Konzert verwandt. Es war sowohl musikalisch als auch die Besucherzahl betreffend sehr zufriedenstellend und wir hoffen im kommenden Jahr auf einen ähnlichen Erfolg. Hier dankte Joachim Baron dem Bürgermeister für die Überlassung der Schulaula sowie dem Hausmeister, Herrn Bäumler, für die Betreuung in der Aula. Beim Wertungsspielen in Röllbach konnten wir einen ausgezeichneten ersten Rang mit Auszeichnung erziehlen. Die Maibaumaufstellung wurde wieder zusammen mit der freiwilligen Feuerwehr durchgeführt und war ein toller Erfolg. Im Juni und Juli fanden verschiedene Festbesuche sowie das Spielen bei der Firma Lang und Firma Möbel Kempf statt. Im September fand der Vereinsausflug nach Neckarsulm und dem Abschlußbesuch in Oberkainsbach statt. Über die Organisation gab es wie immer einige kritische Stimmen, aber die Mehrheit war mit der Planung zufrieden. Der Besuch des Weinabends war miserabel und aus diesem Grund müssen wir den Weinabend in dieser Form leider sterben lassen. Über eine Ersatzveranstaltung macht sich der Ausschuß und die Kapelle zur Zeit Gedanken. Das Adventskonzert in der Kirche wurde von uns mitgestaltet und auch hier kam das Spiel in kleinen Gruppen zum Tragen. Die Routineveranstaltungen wie Sebastiani oder Florianstag der Feuerwehr und die verschiedenen kirchlichen Anlässe erwähnte Joachim Baron zum Schluß des Jahresberichtes. Kritik übte der erste Vorsitzende an dem Verhalten einiger Aktiver, die den Musikverein sogar beschuldigten, er würde sich an den eingespielten Geldern der aktiven Kapelle bereichern. Weiterhin sei eine stundenweise Ausbezahlung unsinnig und zerstöre gänzlich das Zusammengehörigkeits- gefühl. Es wurde beschlossen, daß eine Ausbezahlung dann erfolgt, wenn 50 % der aktiven Musiker mehr als DM 100,- auf ihrer Guthabenseite haben. Weiterhin kritisierte er die massiven Vorwürfe von Seiten einiger Musiker, daß er kaum zu einem Termin anwesend sei und somit seine Vorbildfunktion nicht erfülle. Er zählte die langfristig bekannten Termine auf, bei denen er da war und stellte ihnen die kurzfristig anberaumten Termine gegenüber, die er nicht wahrnehmen konnte. Eine langfristige Terminplanung seinerseits sei beruflich und auch privat bedingt, und die Verschiebung eines langfristig geplanten Urlaubes könne auch von dem ersten Vorsitzenden nicht erwartet werden. Falls diese Argumente von der Versammlung nicht anerkannt würden, stellte er sein Amt vorzeitig zur Verfügung. Ansonsten erwarte er in den kommenden beiden Jahren die Akzeptanz dieser Tatsachen. Abschließend dankte er allen für die gute Zusammenarbeit und übergab das Wort dem Dirigenten. Punkt 4b: Der Dirigent begann seinen Bericht mit dem Dank an die Aktiven für das Erreichen des bereits erwähnten Ergebnisses beim Wertungsspielen und mit dem Dank an Winfried für die Übernahme der Dirigentenrolle. Auch war durch die Beteiligung von Andreas zum ersten Mal eine Pauke beim Wertungsspielen besetzt. Auch hierdurch konnte die fast optimale Punktzahl 35 von 36 möglichen erreicht werden. Er stellte fest, daß die Kapelle unter großem Druck, wie zum Beispiel am Konzert in der Lage sei besonders gut zu arbeiten. Die Aktive Kapelle besteht zur Zeit aus 45 Musikern und der Nachwuchs zählt 20 Zöglinge, von denen 10 Klarinette ins Auge gefaßt haben und auch eine Tuba nachgezogen wird. Der Donnerstag wird bereits für die Gruppenarbeit mit den Jugendlichen genutzt, was vor allem auch den Nachmittagsterminen wie zum Beispiel Beerdigungen zu Gute komme. Auch hat der Auftritt in der Kirche am vergangenen Sonntag gezeigt, daß die Arbeit in kleinen Gruppen sehr gut ankommt und auch weiterhin gefördert wird. Dietmar dankte den Geldgebern wie Raiba, Sparkasse und auch Passiven für die finanzielle Unterstütznung der Arbeit. Er erwähnte, daß der Verein die Ausbildung der Jugendlichen an der Musikschule mit einem viertel der jährlich anfallenden Kosten bezuschusse und daß somit die Spenden direkt in die Jugendarbeit investiert werden. Die Integration der Jugendlichen in die Kapelle sei ebenfalls Aufgabe des gesamten Vereines. Zum Schluß seines Berichtes dankte er allen Aktiven für deren Bereitschaft sowie der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Als Ziel der weiteren musikalischen Arbeit nannte er das Halten des hohen Niveaus und wünschte sich, daß einige noch mehr an sich arbeiten sollten. Punkt 4c: Werner Dölger nannte die wichtigsten Einnahme- und Ausgabedaten des vergangenen Jahres und stellte fest, daß wir uns in einer verhältnismäßig guten wirtschaftlichen Situation befinden. Das finanzielle Ergebnis des Faschingsballes war gut, während der Weinabend nahezu kaum seine Kosten trug. Punkt 4d: Karin Disser erklärte der Versammlung, daß sie pro Monat je einen Bastel- und Spieleabend veranstaltet hat und daß die Kinder eigentlich gut mitziehen. Die Jugendfreizeit auf der Burg Rothenfels war eine tolle Veranstaltung und es sei geplant im kommenden Jahr etwas Ähnliches abzuhalten. Abschließend dankte Sie dem ersten Vorsitzenden für die gute Zusammenarbeit und für den Bericht. Punkt 4e: Herbert Brauner gab seinen Bericht über die Kassenprüfung ab. Er und Christian Reis hatten die Kasse am Freitag, 02. 12. 1994 geprüft und beide waren über die Häufigkeit der auszuführenden Buchungen überrascht. Herbert dankte Werner Dölger für die genaue und exakte Kassenführung und stellte keinerlei Beanstandungen fest. Er stellte Antrag auf Entlastung des Kassiers, der einstimmig angenommen wurde. Danach leitete er durch den Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft direkt auf den Punkt 5 über. Punkt 5: Die Entlastung erfolgte einstimmig durch Handzeichen. Punkt 6: Aus dem Verein ist im vergangenen Jahr niemand ausgetreten. An Todesfällen hatten wir Lydia Reuß zu beklagen. An Neuaufnahmen konnten Markus Weber, Engelbert Bäumler, Dominik Streun, Stefan Gatz, Robert und ...... Herzog genannt werden. Alle wurden einstimmig im Verein aufgenommen. Punkt 7: Der erste Vorsitzende nannte für das kommende Jahr als Termine die Weihnachtsfeier, die Winterwanderung, die mexikanische Nacht, das Konzert, den Ausflug der aktiven Kapelle nach Füssen, die Maibaumaufstellung mit Frühschoppen, verschiedene Festbesuche sowie das Kirchenkonzert im Advent. Punkt 8: Hermann Spinnler dankte dem Dirigenten und der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit und stellte fest, daß der Verein musikalisch, gesellschaftlich und finanziell in einem guten Zustand sei. Er beantragte, daß der Besuch der Kaskarot Banda aus Frankreich Urrugne durch zur Verfügungstellung von Quartieren unterstützt wird. Hierbei wurde der erste Bürgermeister beauftragt uns, sobald als möglich, eine Liste der Gäste zur Verfügung zu stellen. Weiterhin wünschte er dem Verein ein positives 1995. Auf Vorschlag von Adolf Eisenträger soll der Verein an die Gemeinde einen Antrag stellen, daß der jetzige Bauhof der Gemeinde nach Fertigstellung des neuen Bauhofes von uns genutzt werden kann. Der neue Bauhof wird nach Angaben des ersten Bürgermeisters jedoch frühestens Mitte 1996 bezugsfertig. Trotzdem soll der Verein bereits jetzt einen Antrag stellen. Am kommenden Freitag soll innerhalb der aktiven Kapelle bei einer Aussprache der weitere musikalische Werdegang des Vereines besprochen werden. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgten, dankte der erste Vorsitzende Allen für ihr Erscheinen, besonders den Ehrenmitgliedern, forderte die Mitglieder weiterhin zur Mitarbeit auf, wünschte Allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr und beendete die Sitzung. Beginn: 1730 Uhr Ende: 1900 Uhr Anwesend: lt. beiliegende Liste Sulzbach, den 04. Dezember 1994 ..................... ........................ (Joachim Baron) (Bernward Baron)